Publication

Michael Helding (1506-1561)

Smolinsky, Heribert

FreiDok plus (Universitätsbibliothek Freiburg)Jan 1, 1985
Abstract

Über den Tod des Bischofs von Merseburg wird ganz Deutschland mit Recht trauern: Er ließ, soweit mir bekannt, keinen unter den deutschen Bischöfen zurück, der ihm an Gelehrsamkeit und Gewandtheit der Predigt gleichkäme; ei konnte hier die Sache der Kirche bedeutend vorantreiben."'Mit diesen Worten teilte am 14.Oktober 1561 Petrus Canisius dem Krakauer Domherrn und Legaten am Hofe Ferdinands 1., Martin Kromer, den Tod des Merseburger Bischofs Michael Helding mit, der am 30.September in Wien im Alter von 55 Jahren verstorben war.Als Helding starb, hatte er sein Merseburger Bistum, dessen letzter katholischer Bischof er war, schon seit drei Jahren einem Verwaltungsrat überlassen und war ganz in den Dienst des Reiches und des Kaisers getreten: seit 1558 als Kammerrichter am Reichskammergericht in Speyer, seit 1561 als Vorsitzender des Reichshofrates in Wien.Die tödliche Krankheit hatte ihn auf dem Weg zum Ttenter Konzil befallen, wo er 1545/6 zum erstenmal als Mainzer Weihbischof weilte und an dein er jetzt nach über 15 Jahren wiederum teilnehmen wollte, nachdem 1552 infolge des Fürstenaufstandes ein Besuch nicht möglich gewesen war.Der Gefahr, die am Ende des Lebens dominierende Tätigkeit allein zu würdigen, ist Canisius in seinem Brief entgangen.Zu Recht betont ei-als zweiten zentralen Punkt von Heldings Biographie die Theologie, welche ihn als Prediger und Katechet, als Weihbischof und Bischof prägte.Was aus dein Briefe des Jesuiten nicht eisichtlich ist, sind ,zwei weitere Faktoren, ohne die Heldings Persönlichkeit unverständlich 1:eiben müßte.Es handelt sich einmal um einen bibelhumanistisch orientierten Kreis von Theologen, den wir in den ersten Jahrzehnten des 16.Jahrhunderts in Mainz vorfinden, und zweitens um die reformerisch ausgerichtete Mainzer Kirchenpolitik dieser Zeit.lm Rahmen der hier genannten Theologie und der verschiedenen Reforminitiativen in der Mainzer Diözese und Kirchenprovinz, der Religionspolitik auf der Reichsebrne, der Tätigkeit im Merseburger Bistum sowie in den Ämtern am Reichskammergericht und im Reichshofrat entfaltete sich Heldings Leben.Auf diesem Hintergrund soll er im folgenden gesehen und interpretiert werden."I)c.mortel1lerluirgeniNk Fpiscopi Gel inatua tuet IR) tustetur: parem doctt Ina et in ( 011C1011.111(10deNtel it..ItC Ittillt1Ill (Mietft aciatn Epistoptun Gelt/1.11MMt clatult, et itt hac aula }zotet at Fc( causatn promouct e" (Petri omulae et Acta.Hg. v0I1 0. BRAUNSBIRGI.R. Bd 111, 1' reibin g Br. 1901, Nr.

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