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Zwei apostolische Zeugen fur das Johannes-Evangelium : ein Beitrag zur Losung der Johanneischen Frage

Haussleiter, Johannes

DSpace repository (University of Tartu)Jan 1, 1904
Abstract

I. Bestimmung des Begriffes "Zeugnis'; Notwendigkeit der Be glaubigung des Zeugnisses II.Die Beglaubigung des Zeugnisses des Täufers III.Die Beglaubigung des Zeugnisses Jesu 7 IV.Das Zeugnis des Evangelisten als Ausdruck des Gesamtzeugnisses der Zwölfe; das Auffallende der wiederholten Nennung des Andreas und Philippus V. Das Einzelzeugnis des Evangelisten ... VI.Die Beglaubigung des Einzelzeugnisses in Kap. 19, 35 ... VII.Das Zeugnis des Nachtragskapitels; sein Zweck und seine Ur heber VIIL Die Beglaubigung des Evangeliums durch das Zeugnis des Andreas und Philippus IX.Bestätigungen des Ergebnisses Haussleiter, Johannes-Evangelium. 1 gesehen, die andere das, was er gehört hat.Er bezeugt "was er gesehen und gehört hat".Wenn Joh.3,32 neben dem Perfekt шцссхе der Aorist rjxovasv steht, so hat, um mit Blaß zu reden, "der Aorist sein Gebiet auf Kosten des Per fekts erweitert" (Grammatik des neutest.Griechisch, zweite Aufl., 1902, S. 204).Vgl.auch Apostelgesch.22,15: (ivcQTvq . .oh' £0t)Qccxag neu ijxovöac.Es hängt mit der einzigartigen Stellung Jesu zum Vater zusammen, daß von ihm nicht nur ein Gesehen-und Gehörthaben, sondern ein dauerndes Sehen und Hören gilt.Der Sohn kann von sich selbst nichts tun, außer er sehe den Vater etwas tun (5,19).Da er aus Gott ist, hört er die Worte Gottes (8,47).Es ist ein Ver hältnis der ununterbrochenen Gemeinschaft, der Gemeinschaft des Geistes; der Sohn urteilt und richtet, entsprechend dem, wie er hört (5, 30).Man hat auf Grund dieser Beobachtung die Behauptung ausgesprochen, Jesus schreibe sich, dem Menschensohn, zugleich ein "Sein im Himmel" zu.Er sei der Menschensohn, der im Himmel ist. 2 ) Die Behauptung besteht doch nicht zu recht.Das Sein Jesu war ein Sein im Geiste, aber nicht im Himmel.Mit dem Begriff des Himmels ist das Moment der offenbaren Machtherrlichkeit untrennbar verbunden.Die Herrlichkeit, die Christus beim Vater hatte, ehe die Welt war, d. h.die himmlische Herr lichkeit hatte er abgelegt, als "das Wort Fleisch wurde"; er bittet, als er aus der Welt geht, den Vater, ihn mit ihr zu verherrlichen (17,5).Wir sehen, daß die Gemeinschaft Jesu mit Gott über den Begriff des Zeugen hinausgeht, daß sie aber doch in der Analogie dieses Begriffes bleibt.Dem Zeugen, der redet, aber nicht richtet, kann man wider sprechen, man kann ihn mundtot machen.Man hat dies auch bei Jesus versucht.Ein weiteres Begriffsmoment gewinnen wir, wenn wir darauf achten, daß der Zeuge nicht aus eigenem Antrieb, 2 ) So Lütgert, Die johanneische Cliristologie (Beiträge zur Förderung christlicher Theologie III 1) 1899, S. 52 ff.

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